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Freitag, 01. August 2008
"Lemmon" vernetzt Schüler.
Stadt Würselen richtet Notebook-Klassen ein

Nach den Sommerferien am 11. August erwartet die Schüler der nordrhein-westfälischen Stadt Würselen ein multimediales Unterrichts-Highlight: Unter dem Namen "Lemmon" (Lernen mit modernen Medien online) werden dann in allen elf Schulen der Stadt Notebook-Klassen eingeführt.

Ziel sei es, das Lernverhalten der Schüler zu verbessern und den Umgang mit zeitgemäßen Werkzeugen beizubringen, erklärte die Stadt. So werde jede Schule mit bis zu 36 Notebooks ausgerüstet. Zudem erhalte jeder Schüler die Möglichkeit einen Computer zu erwerben, mit dem er variabel in der Schule und zuhause arbeite könne. Finanzierungs- und Leasingmodelle sollen sicherstellen, dass langfristig sowohl jeder Schüler als auch Lehrer mit einem Notebook ausgestattet werde. Dazu haben die Lernenden die Wahl, ob sie den bisherigen Unterricht weiter besuchen oder sich für eine der Notebook-Klassen anmelden.

Mit Einführung von "Lemmon" werden alle Schulen durch WLAN-Technologie vernetzt. Ob Internet-Recherche, Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, klassen- und schulübergreifende Projekte oder das Schreiben, Rechnen und Präsentieren - das Projekt wird zum Eingangstor für multimedialen Unterricht.

Die Ausschreibung des Projekts seitens der Stadt Würselen erfolgte, nach diversen Planungen im Vorfeld, im Jahr 2007 über ein europaweites Auswahlverfahren, an das sich ein nichtoffenes zweistufiges Verfahren anschloss. Die Wahl für einen Servicepartner fiel schließlich in einem jüngst gefassten Stadtratsbeschluss auf das Bechtle IT Systemhaus Essen. Das Projekt "Lemmon" ist zunächst auf vier Jahre ausgelegt.

Dass die Stadt Würselen mit seinen Laptop-Klassen auf dem richtigen Weg ist, belegt auch die Ende vergangenen Jahres veröffentlichte Studie "1000mal1000: Notebooks im Schulranzen" des Bonner Vereins "Schulen ans Netz": Demnach deuten verschiedene Indikatoren darauf hin, dass die Schüler in Notebook-Klassen eine höhere Motivation zeigen als Schüler in herkömmlich unterrichteten Klassen. Die Mehrheit der Lehrer beobachtete eine Zunahme der Selbstständigkeit der Schüler in Notebook-Klassen. Aber damit Notebooks gewinnbringend in der Schule eingesetzt werden können, muss nicht nur die Technik funktionieren, sondern auch gewährleistet sein, dass Lehrer, Schüler und Eltern an einem Strang ziehen, so das Fazit der Studie.

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